2006 kommen nun 2 Kinder mit: Sören (4,5 Jahre) auf dem Trailer und Wiebke (2,5 Jahre) im Kindersitz. Wir haben generell die ganze Campingausstattung mit,
um unabhängig zelten und nächtigen zu können. Bis auf eine Ausnahme (Berlin) haben wir auch dieses Jahr immer "wild" gezeltet, mit Kindern im
Zelt hatten wir auch nie Probleme mit der Polizei (wenn die Kinder nicht weiter können, geht es eben nicht anders...). Eher hatte die Polizei Angst, man
könnte uns nachts das Fahrrad klauen (am Oder-Neisse-Radweg), und bot sich an, mit mir das Fahrrad an einen Baum zu tragen, an dem ich es festschließen
konnte... Als ich mit einem Kind allein unterwegs war, habe ich einen Kocher mitgehabt, um unterwegs warm essen zu können, als ich mit 2 Kindern
unterwegs war, fehlte einfach der Platz im Gepäck dafür (Wiebke brauchte noch Windeln...), so sind wir eben am Imbiss was holen gegangen und hatten
immer was zu essen dabei (Brot, Müsli...), wenn der Hunger zwischendurch kam. Schwieriger als mit 2 Kindern auf einem Rad mit Gepäck zu radeln ist
nur noch mit diesen Zutaten Zug zu fahren: Kaum ein Bahnhof hat Alternativen zu Treppen (Fahrrad + Gepäck sind ca. 70 Kilo), je nach Zugart ist der Einstieg
hoch und/oder eng, viele Bahnangestellte wissen nicht, wie ein Trailer zu berechnen ist (manchmal zahle ich 2 Fahrradkarten, manchmal nur eine; Tipp: Trailer
abhängen, dann zählt es fast immer wie Kinderwagen oder Roller = entgeltfrei). Treppen im Bahnhofsbereich sind Horror, da man kein Kind allein lassen
kann in diesem Alter: Also abpacken, Fahrrad hochtragen mit Kindern an der anderen Hand, Fahrrad oben abstellen und mit Kindern wieder runter. Das gleiche dann
mit dem Trailer und noch 2 x mit allen Packtaschen... Beim Einstigen das gleiche Theater, dazu der Kommentar der Schaffnerin (Hände in den Hosentaschen):
"Also der Zug hält nicht ewig, wenn Sie nicht in der Lage sind selbständig ein und auszusteigen, können Sie nicht mit soviel Gepäck Bahn
fahren." (Es wird Zeit für Privatbahnen, beim Connex wird mit angepackt und freundlich geplaudert...)
Die Tour im April 2006 führte auf dem Spreeradweg von zu Hause in Cortnitz via Spremberg, Cottbus, Spreewald, Beeskow bis nach Berlin, von dort per Zug
nach Eisenhüttenstadt, ab dort den Oder-Neisse-Radweg wieder südlich bis Bad Muskau, wo ich aus dienstlichen Gründen abbrechen mußte, da
eine Kollegin krank geworden war und ich im Büro gebraucht wurde. Unsere Tagesetappen lagen zwischen 50 und 85 km, wobei die beiden natürlich nie
Mittagsschlaf machten im Zelt (zu aufregend, eher wurde getobt...), Wiebke schlief aber direkt nach der Mittagspause im Kindersitz ein (Kettler mit
Schlafposition, ist sein Geld wert). Wichtig war, dass vor allem Wiebke, die sich ja nicht viel bewegte, zum einen warm angezogen war wie auch genügend
Bewegung bekam in den Pausen (Sie ist ein Energiebündel!). So waren wir meist früh schon unterwegs, machten eine längere Pause zum 2.
Frühstück, fuhren nochmal eine Strecke bis Mittag... Zum Mittag bauten wir meist das Zelt auf in der irrigen Hoffnung, 2 Kinder würden mittags
darin schlafen. Danach ging es je nach Landschaft noch ein Stückchen per Rad, eine schöne Pause oder Besichtigung, bis ca. 17.00 Uhr wurde dann
geradelt.
Gefahren wurde auf einem normalen Trekking-Rad (Stahlrahmen Diamond Back "Avail", LX- Ausstattung, Schwalbe Marathon-Reifen, Brooks Ledersattel, Magura
Hydraulikbremsen) mit Kindersitz und
Funtrailer-Anhänger. Gepäck: vorne am Lowrider 2 x Ortlieb Hinterradtaschen,
darüber am hohen Gepäckträger 2 kleinere Packtaschen, am Trailer 2 große Ortlieb + Zelt+Isomattenrolle. Zusammenfassung: Nie wieder! Das
Gefährt fährt sich zu schaukelig, da das Vorderrad zu belastet ist und hinter der Hinterachse zu viel Gewicht (Trailer, Kind, Gepäck). Alternativ
hätte ich (im Nachhinein bedacht) einen Lowrider (z.B. Bor Yueh) so umbauen können, dass er am Hinterrad unterhalb des Kindersitzes in Achshöhe
befestigt wird. Ob das viel geändert hätte weiß ich nicht, im Nachhinein habe ich es mal umgebaut und bin eine kurze Strecke gefahren, wirkte
stabiler.... 2 technische Probleme hatten wir: Ein Speichenbruch am vorletzten Tag am Hinterrad, und ein Problem mit der Fun-Trailer-Kupplung am
Gepäckträger: Durch den Staub war die Kupplung ausgetrocknet und quietschte, so dass wir mit Hilfe eines Fahrradhändlers in Beeskow das Rad
wieder flott bekamen (Fett alleine reichte nicht, es war eine halbstündige Reparatur...)
Als Konsequenz dieser Erfahrung rüsteten wir unser Tandem um mit einem
Kiddy-Crank, so planen wir 2007 alle 3 Kinder
mitzubekommen inkl. Gepäck... Siehe:
Cortnitz-Kopenhagen 2007
Wiebke kommt 2006 mit auf große 6-Tages-Tour: Spreeradweg bis Berlin und zurück auf dem Oder-Neiße-Radweg |
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| morgendliche Radwegsperre bei Schwarze Pumpe + Eisessen in Cottbus |
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| Idyllisches wildes Zelten im Spreewald (vor Burg) |
Eigentlich ist Mittagsschlafzeit... |
Mein Gott, hier gab es Mücken (wildes Zelten hinter Schlepzig) |
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| Frühstück im Zelt... und später Obst und Brötchen zum 2. Frühstück |
Pause zum Essen.... |
Wiebke schläft nach der turbulenten Mittagspause |
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| Mittagessen in Beeskow |
Wieder Eisenhüttenstadt, diesmal mit 2 Kids (Oderradweg) |
Vorne 4 Packtaschen + am Trailer 2 große... |
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| Wiebke - mit zweieinhalb Jahren auf Tour |
Sicher: Immer nur mit Helm |
Bundesgrenzschutz: "Nicht dass Ihr Rad geklaut wird..." |
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| Müslijoghurtpause |
Für alles braucht man(n) ein Ziel |
Optimal auf Radtouren mit 2 Kinds: Spiel- und Streitkameraden immer dabei |
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| Wer in der Schlafpause tobt, schläft halt danach ein... |
Wiebke darf auch mal auf den Trailer... |
Mit 2 Kindern auf einem Rad unterwegs: Bad Muskau |
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