Warum fährt man von Cortnitz nach Kopenhagen?
Dazu muß man als erstes zum einen wissen, wo Cortnitz liegt (das tun die wenigsten), zum anderen wo Kopenhagen liegt (das tun die meisten). Fangen wir mit
Cortnitz an: Es ist mit ca. 40 Seelen deutlich kleiner als Kopenhagen, aber nicht minder schön. Cortnitz ist Ortsteil der Kleinstadt Weißenberg
(immerhin inkl. aller Ortsteile über 3000 Einwohner...) in der schönen Oberlausitz, gelegen zwischen Bautzen und Görlitz. Der Grund des Starts
hier ist schlichtweg, dass wir hier wohnen. Aber warum Kopenhagen? Jede Reise braucht ein Ziel, und der Radweg Berlin-Kopenhagen hat uns schon letztes Jahr
interessiert. Aus dienstlichen Gründen hatten wir 2006 die Reise in Berlin abändern müssen, um zeitiger zurück zu sein (siehe Kurzbericht auf
www.cortnitz.de)
Dieses Jahr wollen wir nun als komplette Familie hier in Cortnitz losfahren und soweit wir kommen radeln; Ziel ist und bleibt Kopenhagen. Zum einen geht es ja
dabei durch meine Heimat (ich bin gebürtiger Mecklenburger), zum anderen sind, was wichtig für die Familie ist, keine allzugroßen Berge
dazwischen. Da ist der Weg nach Norden so ziemlich die einzige Wahl für uns... Und da wir aus vergangenen Urlauben auch ein wenisch skandinavische
Sprachen verstehen, sollte auch die Verständigung klappen...
Mehr über
uns und die Strecke auf den Folgeseiten.
Und das haben wir uns vorgenommen:
Start in Cortnitz bei km 0,00
Der Start soll wetterabhängig ab dem 21.4.2007 erfolgen. Die Strecke ist im groben geplant, entschieden wird meist vor Ort. Zuerst soll es via Uhyst/Spree
und Spremberg nach Cottbus gehen (
www.spreeradweg.de), dann via Burg/Lübben/Lübbenau durch
den Spreewald, ab Schlepzig via Hofjagdweg nach Königs Wusterhausen. Von hier aus wollen wir uns den Stress mit Radfahren in Berlin sparen und versuchen
mit der Bahn nach
Oranienburg zu kommen. (Was aber vermutlich nicht weniger anstrengend wird mit 1 Tandem, 1 Hänger, 1 Fahrrad mit Anhängefahrrad und dazu noch 10
Packtaschen und Isomattenrolle...) Ab Oranienburg soll es überwiegend auf dem Radfernweg
Berlin-Kopenhagen weitergehen via Zehdenik, Fürstenberg,
Neustrelitz, Waren/Müritz, Krakow, Güstrow und Bützow nach Rostock. Ab hier mit der Fähre nach Gedser, ab dort sind es noch gut 250 km
bis Kopenhagen.
Wir planen einen Schnitt von ca. 50-60 km am Tag (zu bedenken ist, dass Marie inkl. Gepäck, Trailer und Wiebke ca. 70 kg zu bewegen hat, ich habe mit Tandem,
Hänger, Gepäck und 2 Kindern ca. 100 kg voranzubringen). Das bedeutet, wir brauchen reichlich 2 Wochen bis Kopenhagen, wenn uns Wetter, Krankheit und
sonstige unberechenbare Faktoren nicht in die Quere kommen. Spätestens am 18.5. müssen wir wieder zurück sein...
Je nach Situation behalten wir uns aber vor die Route komplett zu ändern (z.B. bei zu starkem Wind) oder abzubrechen (z.B. bei Krankheit oder wenn es einfach
zu kalt wird zum Zelten). Da unsere Mittel begrenzt sind, können und wollen wir nicht jede Nacht für meist um die 80-100 EUR in einer Pension absteigen
(abgesehen davon ist die Auswahl an bezahlbaren Unterkünften mit 3 Kindern sehr gering). Wir haben uns dem Dachgeber-Verbund angeschlossen, um wenigstens
hin+wieder eine Anlaufstelle zu haben (
www.dachgeber.de), aber auch hier ist es mit 5 Personen
schon schwierig. Falls es mit Kopenhagen nichts wird: Auch Brandenburg und Mecklenburg sind schön. Zur größten Not, wenn es gar nicht anders
geht, haben wir ggf. auch nochmal im Juni oder Herbst ein Zeitfenster, um die Tour zu starten.
Die Rückfahrt soll jedenfalls mit dem Zug erfolgen, ob es klappt, wird sich zeigen. Falls wir bis Kopenhagen kommen, gibt es folgende Rückfahroptionen:
1. via Schweden mit dem Rad nach Trelleborg, ab dort per Fähre nach Sassnitz oder Rostock
2. mit dem Zug nach Nyköbing, ab dort 25 km nach Gedser radeln und mit der Fähre nach Rostock.
Drücken wir uns selbst die Daumen...
Und aus dem Nachhinein gesehen ein paar Streckeninfos
Den kompletten
Bericht lesen oder
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