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Diverse Tagestouren als Jugendlicher, meine erste Tour über 100 Kilometer schaffte ich auf einem 20'er-Rad in der 2. Klasse (mit 8 Jahren). Rund um meinen Wohnort Neustadt-Glewe in Mecklenburg drehte ich dann diverse Touren, meine längste Tagestour am 8.8.1988 (deswegen erinnere ich mich ans Datum...) mit 202 Kilometer (Neustadt-Glewe - Schwerin - Gadebusch-Wismar-Schwerin und wegen der Kilometer noch einen Umweg über Ludwigslust wieder nach Hause). 1989 fuhr ich mit meinem Bruder auf einem 5-Gang-Mifa-Rad in 4 Tagen knapp 450 Kilometer von zu Neustadt-Glewe nach Schmilka an der tschechischen Grenze mit vollem Tourengepäck. Im Herbst, die Botschaftsflüchtlinge in Prag hatten zu verschärften Maßnahmen an der deutsch-tschechischen Grenze geführt, nahm ich an einer 160-km-Rundfahrt "Rund ums Dreiländereck" (DDR-CSSR -Polen) teil mit ca. 100 Teilnehmern. Ein schönes Erlebnis in netter Runde, nachdem ich im Vorjahr schon eine Sternfahrt zum Völkerschlachtdenkmal mitgemacht hatte. (mit 14 bzw. 15 Jahren war ich jeweils der jüngste Teilnehmer, auch der am weitesten alleine per Zug angereiste...)

Nach der Wende ging es dann los mit längeren Radtouren:

1990 Norwegen: 5 Wochen von Bergen nach Oslo mit einem Bogen durch Schweden (ca. 2000 km).

1991 Skandinavien: ab zu Hause (Neustadt-Glewe) via Dänemark und Schweden bis kurz vor Trondheim und zurück an der Westküste Norwegens, via Dänemarks Festland und Nordseeküste Norddeutschlands. ca. 2800 km in 6 Wochen

Pfingsten 1992 versuche ich mich in einem persönlichen (bis her nicht wieder erreichten) Rekord: Um 2 Uhr nachts fahre ich zu Hause los, will so weit wie möglich kommen in 24 h. Kurz nach Mitternacht falle ich nicht weit der holländischen Grenze ermüdet in den Schlafsack am Straßenrand - 372 Kilometer an einem Tag (mit einem DDR-Mifa-Rad, 15 Gänge und Minimalgepäck: Schlafsack, Isomatte, Pocho= Zelt, Lenkertasche mit Verpflegung). Am nächsten Tag nochmals 250 km nach Holland rein und via Nimwegen südwärts, am 3. Tag nochmal knapp 200 Kilometer bis nach Belgien und am 4. Tag fahre ich völlig breit mit dem Zug ab Aachen zurück.

Sommer 1992 GB, Irland, Frankreich, Schweiz: 2 Monate, 6000 km ab Mönchengladbach (ich hatte als Limit gesetzt 60 DM für die Zuganreise auszugeben, das reichte nun mal nur bis Mönchengladbach..) via Holland, England, Wales bis zur Nordspitze Schottlands und Orkneys, rück via Westküste Schottlands, Nordirland, Westküste Irlands bis Cork (Fähre  nach Frankreich), dann quer durch Frankreich an der Loire entlang, dann zum Genfer See und quer durch die Schweiz, Lichtenstein und Österreich bis Lindau, wo ich aus Zeitgründen wieder den Zug nahm. Auch diese Tour auf DDR-Mifa-Rad, ausgestattet mit einer meinem Budget entsprechenden 15-Gang Shimano SIS-Schaltung billigster Güte, Baumarkt-Packtaschen die ich mit Angelsehne nachgenäht und mit Kompressionsriemen verstärkt hatte.

1993 habe ich mir ein Reiserad zugelegt, Giant Expedition. Es geht quer durch Deutschland zum Bodensee, wo ich meine per Zug angereisten Eltern treffe und mit ihnen durch die Schweiz radel (mein Vater auf einem Eingang-Postrad, das behindertengerecht mit dritter Bremse ausgestattet ist). Was das in den Alpen bedeutet weiß jeder selbst... Nach einer eingelegten Wanderwoche um Zermatt radel ich wieder alleine weiter nach Norditalien und dann via Schweiz und Österreich zurück nach Landshut, wo ich krankheitsbedingt aufgebe und per Zug nach Hause fahre.

1994 ist Wanderurlaub dran (Schottland), 1995 bin ich ein Jahr in Papua-Neuguinea und 1996 ist Wandern in Norwegen dran.

1997 fliege ich im Mai/Juni mit meinem Rad nach USA/South Dakota, radel durch die Black Hills und Indianerreservate, wo ich einige Wochen verbringe. Dann gehts durch Wyoming und Montana nach Alberta/Canada, wo ich den Icefield Parkway bis Jasper nehme und die Forestry Trunk Road nach  Calgary zurück. 6 Wochen und knapp 2500 km.

Nach dem Diebstahl meines Reiserades in Dresden unternehmen wir (inzwischen zu zweit) eher Wandertouren, bis ich 2003 wieder ein Rad kaufe und dann 2 Jahre später mit den Kindern die ersten größeren Touren wieder unternehme.

2006 nehme ich an der Vätternrundan teil in Schweden, Anreise per Bahn und Fähre bis Göteborg, ab dort ca. 300 km per Rennrad + Gepäck nach Motala, dort dann das 310 km lange Rennen fahren (28 km/h Schnitt + ca. akkumuliert 2 h Pausen), nach einem halben Ruhetag dann wieder 300 km zurück nach Göteborg und mit der Fähre zurück.